BILDUNGSWELT  ist ein verlässlicher Partner,  wenn es um Ihre Weiterbildung geht. 
/

 

 

Training interkulturelle Kompetenz für Mitarbeiter_innen in Behörden, Firmen und (Hoch)schulen   

   

Mitarbeiter_innen in Firmen, Jobcentern, Bezirksämtern und staatlichen Bildungseinrichtungen treffen in ihrer täglichen Arbeit immer öfter auf Menschen, deren kulturelle Prägungen sich von den eigenen unterscheiden. Unterschiedliche Erwartungen, Kommunikationsgewohnheiten oder Verhaltensmuster können zu Irritationen und Missverständnissen führen und eine reibungslose Kommunikation und Zusammenarbeit erschweren. Nicht selten sind Frustration und Ärger auf beiden Seiten die Folge.

Seminarziel: 

Ein besseres Verständnis interkultureller Kundensituationen soll die Teilnehmenden darin stärken, sicher und kompetent in möglichen Konfliktsituationen zu handeln. 

Das Seminar führt in die Ursachen und Hintergründe interkultureller Missverständnisse und Irritationen ein. Der Faktor "Kultur" soll besser identifiziert und bei Interventionen angemessen berücksichtigt werden können. Ein Fokus liegt dabei auf den besonderen Lebensumständen von Geflüchteten. Gemeinsam werden Möglichkeiten eines für alle Beteiligten gesichtswahrenden Umgangs in konfliktbeladenen Situationen erarbeitet.

Arbeitsformen: 

Im Seminar werden unterschiedliche Lernformen und Arbeitsmethoden eingesetzt. Ein anregender Wechsel zwischen Kurzvorträgen, Übungen, Kleingruppenarbeit und Arbeit an Praxisbeispielen ermöglicht lebendiges und praxisnahes Lernen.

 Inhalte:     

·       Seminareinstieg

Die Teilnehmenden sind mit Blick auf das Seminarthema eingeladen, eigene Erfahrungen sowie Fragen, Wünsche und Befürchtungen einzubringen.

 ·       Aktuelle Zahlen, Daten, Fakten

Kurzinput zu rechtlichen und politischen Hintergründen, Push-
und Pull-Faktoren, Flüchtlingsstatus und daraus resultierende Konsequenzen


 ·       "Was ist Kultur (nicht)?"

Begriffsbestimmungen und Abgrenzungen zu Natur, Persönlichkeit, Ethnie etc.

 ·       Kulturelle Unterschiede 

Wie ticken wir? Wie ticken eigentlich die anderen? Mögliche kulturelle Unterschiede und ihre Wirkung

Normalitätsvorstellungen von Migrant_innen und Geflüchteten: Erfahrungen mit Staatsmacht, Behördenwillkür, Vetternwirtschaft, Korruption etc. 

 ·       Institutionskultur Jobcenter / Bezirksamt

Perspektivenwechsel, vor und hinter dem Schreibtisch. Jede Behörde oder Institution hat nicht nur eine Kultur, die „übersetzt und gelernt werden muss, sondern ist auch ein Ort, in dem für viele

Menschen wichtige bis existentielle Entscheidungen getroffen werden.

 ·       Verbale und nonverbale Kommunikation

Anhand von kurzen Übungen werden Unterschiede und Barrieren im Kommunikationsverhalten erfahrbar gemacht und mit Blick auf den Berufsalltag reflektiert. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kulturellen Unterschieden im Kommunikationsverhalten sowie den Besonderheiten in der Kommunikation mit Nicht-Muttersprachler_innen.

 ·       Wahrnehmung und Interpretation

Input und Übung: Wie nehmen wir wahr? Wie interpretieren wir, was wir wahrnehmen? Wie werden wir wahrgenommen? Wie entstehen Vorurteile und Stereotype, welche Funktion haben sie? Welche Möglichkeiten des Umgangs mit Fremdbildern und Vorurteilen (sowohl auf Seiten von Kunden und Kundinnen als auch von Mitarbeitenden)gibt es?

Kurze interaktive Übungen unterstützen die Reflexion eigener innerer Bilder über „den Anderen“.

 ·       Von Mutter- und anderen Sprachen

Im Mittelpunkt dieser Seminareinheit steht eine interaktive Übung, die von der Schwierigkeit handelt, sich in einer neu erlernten Sprache korrekt und unmissverständlich auszudrücken. Sie wird im Hinblick auf kundenorientierte Kommunikation mit Menschen, die Deutsch bzw. die Amtssprache nicht als Erstsprache sprechen, reflektiert.

·       Flucht und Migration, Teilhabe und Chancengleichheit

Reflexion über migrationsspezifische Fragestellungen, die im Zusammenleben und Zusammenarbeiten mit Menschen mit Migrationshintergrund wirkungsmächtig sind.

·       Der Umgang mit Zeit als Kulturdimension

Unterschiedliche Zeitsysteme und ihre Auswirkungen auf das kommunikative Verhalten kennen lernen und Erarbeitung wechselseitiger Wahrnehmungen und unterschiedlicher Erwartungshaltungen in der beruflichen Alltagssituation.

·       Über den Fluss

Übung zu den Themen Ambiguitätstoleranz, Team- und Konsensfähigkeit trotz unterschiedlicher Werte und Haltungen.

·       Kommunikationsstile und Konfliktvermeidung

Kennenlernen von unterschiedlichen Kommunikationsstilen und Konfliktlösungsstrategien. Deeskalierende Sprache vs. aggressionsauslösende Sprache.

·       Kultursimulation

Typische Fallstricke und Störungen in der interkulturellen Kommunikation werden bewusst gemacht und mit Blick auf professionelles Verhalten im Arbeitskontext reflektiert.

·       Fallbearbeitung und Handlungsansätze

Die TN erhalten die Gelegenheit, „Fälle“ und Fragen aus ihrem beruflichen Alltag einzubringen und schwierige Alltagssituationen z.B. im Rollenspiel zu bearbeiten, zu reflektieren und angemessene / praxistaugliche Lösungsansätze für berufliches Handeln zu entwickeln, auch im Sinne der Kunden- und Serviceorientierung.

Zielgruppe:          Mitarbeitende in Jobcentern/ Bezirksämtern/Firmen/(Hoch)schulen

Gruppengröße:    max.  15 Teilnehmer_innen

Dauer:                  2 Tage  

Trainer:      Ercan Arslan hat Jura und Politik studiert, ist Dolmetscher für Türkisch, Kurdisch und Deutsch. Seit 1997 arbeitet er als Trainer für interkulturelle Kommunikation und Kompetenzen und als Diversity Trainer in unterschiedlichen Bereichen. Seine Trainingsschwerpunkte sind: Interkulturelles Management, Konfliktlösung, Gesprächsführung und Teamentwicklung, Erziehung, Mehrsprachigkeit, Diskriminierung. Er ist tätig für Verwaltungen und Pädagogische Fachkräfte, in der  Elternarbeit, im Gesundheitswesen, für Menschen, die sich auf einen Arbeitsaufenthalt in der  Türkei oder im kurdischsprachigen Raum (Nord Irak) vorbereiten. Er verfügt über langjährige Trainingserfahrung in öffentlichen Institutionen und bei Bildungsträgern und ist u.a. für das Netzwerk IQ Bremen und NRW sowie als Beko-Trainer für das Modul „Nachfrageorientiertes Vertiefungsmodul: Interkulturelle Kompetenz in der Beratung“ in unterschiedlichen Jobcentern tätig.

 

Wenn Sie Interesse an unserem Training haben, melden Sie sich bitte bei uns. Wir machen Ihnen gern ein unverbindliches Angebot.

Herr Aktas Tel.: 030-23584015 E-Mail: aktas@bildungwelt.eu